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Berufsunfähigkeitsversicherung

Ihr Einkommen absichern, wenn Sie Ihren Beruf nicht mehr ausüben können


Ihr Einkommen finanziert Ihren Lebensstandard, Ihre Familie und Ihre Zukunftspläne. Fällt die Arbeitskraft durch Krankheit oder Unfall dauerhaft aus, kann deshalb schnell eine erhebliche finanzielle Lücke entstehen.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann einen Teil dieses Einkommens durch eine monatliche Rente ersetzen.

Arbeitskraft absichern


Warum ist die eigene Arbeitskraft so wertvoll?

Wer jeden Monat ein regelmäßiges Einkommen erzielt, verfügt über einen erheblichen wirtschaftlichen Wert: seine zukünftige Arbeitsleistung.

Schon ein einfaches Beispiel zeigt die Größenordnung:

3.000 € monatliches Nettoeinkommen × 12 Monate × 25 Jahre = 900.000 €

Dabei sind mögliche Gehaltssteigerungen noch nicht berücksichtigt.

Die Absicherung der Arbeitskraft gehört deshalb zu den grundlegenden Bestandteilen einer langfristigen Finanzplanung.

Beispiel: Welchen Wert hat mein zukünftiges Einkommen?                                                                               

Bereits bei einem mittleren Einkommen kommen über das weitere Berufsleben erhebliche Beträge zusammen.

Beispiel 1 – 2.000 € monatliches Nettoeinkommen
2.000 € × 12 Monate × 25 Jahre = 600.000 €

Beispiel 2 – 3.000 € monatliches Nettoeinkommen
3.000 € × 12 Monate × 25 Jahre = 900.000 €

Beispiel 3 – 4.000 € monatliches Nettoeinkommen
4.000 € × 12 Monate × 25 Jahre = 1.200.000 €

Gehaltssteigerungen und Inflation sind in diesen vereinfachten Beispielen nicht berücksichtigt.

Ihre Arbeitskraft kann damit einer Ihrer größten finanziellen Vermögenswerte sein.

 


Wann leistet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt eine vereinbarte monatliche Rente, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen voraussichtlich dauerhaft nicht mehr oder nur noch eingeschränkt ausüben können.

Dabei kann Berufsunfähigkeit beispielsweise entstehen durch:

✓ Erkrankungen des Bewegungsapparates
✓ psychische Erkrankungen
✓ Krebs und andere schwere Erkrankungen
✓ Herz-Kreislauf-Erkrankungen
✓ Unfallfolgen

Entscheidend ist nicht allein die Diagnose, sondern wie stark Ihre gesundheitlichen Einschränkungen Ihre konkrete berufliche Tätigkeit beeinträchtigen.

Worauf kommt es im Vertrag an?

Bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung entscheidet nicht nur der Beitrag über die Qualität. Wichtig sind insbesondere:

Höhe der BU-Rente
Die vereinbarte Rente sollte zur persönlichen Einkommenssituation passen.

Versicherungsdauer
Die Absicherung sollte möglichst bis zum geplanten Eintritt in den Ruhestand reichen.

Nachversicherungsmöglichkeiten
Bei steigendem Einkommen oder Veränderungen wie Heirat, Immobilienfinanzierung oder Familiengründung sollte die Absicherung angepasst werden können.

Vertragsbedingungen
Definition der Berufsunfähigkeit, Prognosezeitraum, Verweisung und weitere Bedingungen können im Leistungsfall entscheidend sein.

Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung muss deshalb nicht nur heute günstig sein – sie muss auch in vielen Jahren noch zu Ihrer beruflichen und finanziellen Situation passen.


Gesundheitsprüfung – erst prüfen, dann beantragen

Vor Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung stellt der Versicherer Fragen zu Ihrer Gesundheit. Die Antworten können darüber entscheiden, ob und zu welchen Bedingungen Versicherungsschutz angeboten wird.

Deshalb sollte ein Antrag nicht vorschnell gestellt werden.

Gesundheitsangaben sorgfältig aufbereiten
Vorerkrankungen, Behandlungen und Arztbesuche sollten entsprechend den gestellten Gesundheitsfragen vollständig und korrekt angegeben werden. Bei Unklarheiten kann es sinnvoll sein, die eigene Patientenakte bzw. Unterlagen der behandelnden Ärzte einzusehen.

Versicherbarkeit vorab prüfen
Bestehen relevante Vorerkrankungen, kann zunächst geprüft werden, wie verschiedene Versicherer diese voraussichtlich beurteilen.

Anonyme Risikovoranfrage
Je nach Situation kann eine anonyme Risikovoranfrage sinnvoll sein. Dabei werden die relevanten Angaben zunächst ohne Nennung Ihrer persönlichen Daten bei ausgewählten Versicherern zur Einschätzung eingereicht.

Ergebnisse vergleichen
Versicherer können dieselbe Vorerkrankung unterschiedlich bewerten – beispielsweise mit normaler Annahme, Risikozuschlag, Leistungsausschluss oder Ablehnung.

Erst danach den passenden Antrag stellen
Wenn die möglichen Konditionen bekannt sind, kann gezielt entschieden werden, bei welchem Versicherer ein Antrag gestellt werden soll.

Gerade bei Vorerkrankungen gilt deshalb: Erst die Situation sorgfältig prüfen – und erst danach einen Versicherungsantrag stellen.


Wie hoch sollte die Berufsunfähigkeitsrente sein?

Die Berufsunfähigkeitsrente soll im Ernstfall einen wesentlichen Teil Ihres wegfallenden Einkommens ersetzen. Deshalb sollte ihre Höhe nicht pauschal festgelegt, sondern anhand Ihrer persönlichen finanziellen Situation ermittelt werden.

Laufende Lebenshaltungskosten
Miete oder Wohnkosten, Lebensmittel, Mobilität und sonstige regelmäßige Ausgaben müssen weiterhin finanziert werden.

Finanzielle Verpflichtungen
Darlehen, Immobilienfinanzierungen und andere laufende Verpflichtungen sollten berücksichtigt werden.

Altersvorsorge
Fällt das Arbeitseinkommen weg, können auch Beiträge für den Vermögensaufbau und die Altersvorsorge fehlen. Dieser Punkt wird bei der Festlegung der BU-Rente häufig unterschätzt.

Bestehende Absicherung
Bereits vorhandene Leistungen und anderweitige Ansprüche werden in die Betrachtung einbezogen.

Zukünftige Entwicklung
Da Einkommen und Lebenshaltungskosten im Laufe des Berufslebens steigen können, sind Nachversicherungsmöglichkeiten und eine geeignete Dynamik wichtige Bestandteile der Planung.

Die richtige BU-Rente orientiert sich deshalb nicht an einer pauschalen Prozentzahl, sondern daran, welches Einkommen Sie im Ernstfall tatsächlich benötigen.


Ihre BU-Absicherung sollte mit Ihrem Leben mitwachsen

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung wird häufig für mehrere Jahrzehnte abgeschlossen. In dieser Zeit können sich Einkommen, Beruf und persönliche Lebenssituation erheblich verändern.

Deshalb sollte bereits bei Vertragsabschluss darauf geachtet werden, dass die Absicherung später angepasst werden kann.

Nachversicherung
Bei bestimmten Ereignissen – beispielsweise Gehaltserhöhung, Heirat, Familiengründung, Immobilienfinanzierung oder beruflicher Veränderung – kann die BU-Rente je nach Vertrag ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöht werden.

Anlassunabhängige Erhöhungsmöglichkeiten
Einige Tarife ermöglichen darüber hinaus Erhöhungen der BU-Rente auch ohne ein bestimmtes Lebensereignis. Solche Möglichkeiten können gerade bei langfristigen Verträgen wertvoll sein.

Beitragsdynamik
Durch eine vereinbarte Dynamik können Beitrag und versicherte BU-Rente regelmäßig steigen und damit unter anderem der allgemeinen Einkommens- und Kostenentwicklung Rechnung tragen.

Regelmäßige Überprüfung
Von Zeit zu Zeit sollte geprüft werden, ob die vereinbarte BU-Rente noch zum aktuellen Einkommen und zu den finanziellen Verpflichtungen passt.

Eine gute BU-Absicherung berücksichtigt deshalb nicht nur Ihre Situation heute, sondern bietet auch Möglichkeiten, auf Veränderungen in den kommenden Jahren zu reagieren.


Wie gut ist Ihre Arbeitskraft abgesichert?

Ob Sie bereits eine Berufsunfähigkeitsversicherung besitzen oder sich erstmals mit dem Thema beschäftigen – gemeinsam betrachten wir Ihre persönliche und berufliche Situation.

Dabei prüfen wir, welche Absicherungshöhe sinnvoll ist, welche Vertragsbedingungen wichtig sind und welche Versicherer zu Ihrer individuellen Situation passen können.

Bestehende Verträge werden dabei nicht automatisch ersetzt. Entscheidend ist, ob Ihre heutige Absicherung noch zu Ihrem Einkommen und Ihrer Lebenssituation passt.

Der erste Schritt ist ein persönliches Gespräch.

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